Im Dezember fand der dritte Teil unserer Quadratur der Zukunft in München statt. Die Quadratur der Zukunft gliedert sich in vier intensive Module, wobei jedes Modul einen anderen Schlüsselaspekt beleuchtet. Im Dezember starteten wir mit einem gemeinsamen Pre-Dinner im Boque auf Croque und setzten die Masterclass am Folgetag fort – einen ganzen Tag lang, von morgens bis zum späten Nachmittag, im Fokus: Technology & AI.
Wenn Technologie zur Führungsfrage wird
Technologie und Künstliche Intelligenz begleiten Organisationen längst im Alltag. Und doch zeigt sich immer wieder, wie groß die Unsicherheit im Umgang damit ist. In München wurde deutlich: Es geht nicht primär um Tools oder Trends, sondern um die Frage, wie Führung in einer zunehmend datengetriebenen und automatisierten Welt gelingt.
Gemeinsam mit Ralf Schmitt, Maximilian Luhde und Sebastian Bartling haben wir den Raum geöffnet, um genau diese Fragen zu beleuchten – jenseits von Buzzwords und Hype.
Zwischen Faszination und Überforderung
In den Gesprächen zeigte sich ein vertrautes Spannungsfeld. Auf der einen Seite die große Erwartung, Effizienz, Geschwindigkeit und neue Möglichkeiten zu gewinnen. Auf der anderen Seite das Gefühl, von der Dynamik technologischer Entwicklungen überholt zu werden. Know-how-Lücken, begrenzte Ressourcen und kulturelle Unsicherheiten wirken dabei oft stärker als technische Hürden.
Der dritte Part der Quadratur der Zukunft setzte genau hier an: beim bewussten Einordnen, beim Verstehen von Zusammenhängen und beim Entwickeln einer tragfähigen Haltung gegenüber Technologie und KI.
Vom Anwenden zum Gestalten
Ein zentraler Gedanke begleitete uns durch den Tag: Technologie ist nie neutral. Sie verstärkt das, was in Organisationen bereits vorhanden ist – Strukturen, Werte, Entscheidungslogiken. Deshalb wurde intensiv daran gearbeitet, technologische Entscheidungen nicht isoliert zu betrachten, sondern immer im Kontext von Kultur, Verantwortung und Führung.
Der Fokus lag darauf, vom reinen Anwenden ins Gestalten zu kommen – und damit technologische Entwicklungen als gestaltbaren Teil der eigenen Zukunft zu begreifen.
Lernen im geschützten Raum
Wie in allen Modulen der Quadratur der Zukunft zeigte sich auch in München die Kraft der Branchenexklusivität. Der geschützte Rahmen ermöglichte Offenheit, ehrliche Fragen und das Teilen von Erfahrungen – gerade bei einem Thema, das oft mit Unsicherheit oder Erwartungsdruck verbunden ist.
Statt schneller Antworten entstand ein gemeinsamer Denkraum, in dem Perspektiven gewechselt, Annahmen überprüft und neue Sichtweisen entwickelt wurden.
Austausch als Zukunftskompetenz
Besonders wertvoll war erneut der Austausch zwischen Führungskräften aus unterschiedlichen Kontexten. Trotz unterschiedlicher Branchen ähneln sich die Herausforderungen im Umgang mit Technologie erstaunlich stark. Genau diese Erkenntnis stärkt: Niemand muss allein Lösungen finden. Zukunft entsteht im Dialog.
Technologie braucht Haltung
Der dritte Teil der Quadratur der Zukunft hat noch einmal deutlich gemacht: Der Umgang mit Technology & AI ist weniger eine technische als eine kulturelle Aufgabe. Es geht um Haltung, um Verantwortungsbewusstsein und um die Bereitschaft, sich mit Unsicherheit auseinanderzusetzen.
Für mich ist genau das der Kern von Zukunftsarbeit – Technologie nicht als Selbstzweck zu begreifen, sondern als Spiegel unserer Entscheidungen und Werte.
Bleibt neugierig –
eure Vaya Wieser-Weber,
und das Team der Impulspiloten